Harzer Kuhglocken

Größe Bezeichnung
4,0 cm Ziegenglocken
5,0 cm
6,0 cm
8,0 cm
9,0 cm
13,0 cm
14,5 cm Unterbiller
16,0 cm Biller
18,0 cm Lamm- oder Langschelle
20,0 cm Beischlag
21,0 cm Halbstump
22,0 cm Stump
24,0 cm Oberstump

Zubehör

Schellen mit Holzbügel
Schellen mit Holzbügel

 

 

 

Schellenband
Schellenband, Leder, mit 5 Glöckchen, vermessingt

 

Geschichte der Glocken

Harzer Kuhglocken nennt man Schellen.

Glocken werden gegossen, Schellen aus speziellem Blech getrieben. Der Begriff Kuhglocke hat sich durchgesetzt. Das Blech wird je nach Glockengröße zugeschnitten und mit einem Treibhammer bearbeitet, bis es die richtige Form hat. Zum Aufhängen der Glocken werden aus Eschenholz gebogene Bügel, Lederbänder und Holzknebel verwendet.(s. Bild).

Als Signal wurde die Glocke schon in der frühen Geschichte erwähnt. Für Herdengeläute werden Glocken erstmalig in der ersten Hälfte des
1, Jahrhunderts unserer Zeitrechnung durch Bischof Sidonius Apollinaris (430- 480) erwähnt. 1413 wird von der erste Schellenmacherzunft in Nürnberg gesprochen. Die ersten Geläute wurden in Wald- und Gebirgsregionen eingesetzt. Gründe für die Verwendung von Viehglocken gab es viele. Es war Schutz vor wilde Tieren. Auch konnten abhanden gekommene Tiere schneller wiedergefunden werden. Durch den vertrauten Ton hatten die Kühe bessere Orientierung zu ihrer Herde. Es war früher sicher sehr stimmungsvoll, wenn Kühe mit dem melodischen Herdengeläut durch die Straßen zur Weide zogen.

Harzer Rotheshöhenvieh mit Glocke
Harzer Rotheshöhenvieh mit Glocke

Zu einem Schlag gehören acht Glocken (von klein nach groß ): Beischlag, Unterbiller, Biller, Lamm- oder Langschelle, Beischlag, Halbstump, Stump, Oberstump.

Auf historischen Märkten zeige ich dieses  fast ausgestorbene Handwerk.

Vom Harzer Förderkreis habe ich dafür die Auszeichnung “Typisch Harz”

verliehen bekommen.

 

 

Lederband
Eine Lederaufhängung wird genäht
Lederband
Lederband, Aufhängung für die Glocke am Bügel, wird mit Haut vernäht

 

 

 

Schellenschmiede, Brettchenweberei und Naturhörner